|
Interview mit Univ.Prof. Dr. Hermann Bubna-Littitz, Leiter der Tierpsycho-logischen Beratungstelle der Veterinär-medizinischen Universität in Wien
Interview Kirchberger: Was bedeuten Ihrer Meinung nach Hunde für den Menschen? Prof. Dr. Bubna-Littitz: Hunde sind in der Regel Sozialpartner und Freunde des Menschen. Sie können sehr gut auf das Ausdrucksverhalten der Menschen reagieren. Kirchberger: Erinnern Sie sich an einen kuriosen Fall? Prof. Dr. Bubna-Littitz: Da hatte ein Hund große Angst vor dem Autofahren. Die Besitzerin hat mit dem Hund sehr viel Agility gemacht und begann, das Auto in Hindernisläufe miteinzubeziehen. Der Hund ist durch das Auto gesaust und verlor auf diese Weise innerhalb kürzester Zeit seine Angst. Kirchberger: Ist das eine Methode, Hunden Angst vor dem Autofahren zu nehmen? Prof. Dr. Bubna-Littitz: Man kann dem Hund so spielerisch zeigen, dass das Auto etwas ist, wo man durch muss. Kirchberger: Gibt es etwas, was Sie unseren Lesern ans Herz legen möchten? Prof. Dr. Bubna-Littitz: Ja, dass die Hundebesitzer mehr Rücksicht auf Nichthundebesitzer nehmen. Die Freude, einen Hund zu haben, darf nicht die Lebensqualität anderer beeinträchtigen. Kirchberger: Wie kann man das vermeiden? Prof. Dr. Bubna-Littitz: Durch entsprechende Erziehung des Hundes. Es ist zum Beispiel nicht notwendig, dass ein Hund mitten am Gehsteig kotet.
Kontakt: Tel.: 01/25077 5137 oder Email: hermann.bubna@vu-wien.ac.at
|