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Hundeverkauf via Mausklick
Unseriöse Verkaufspraktiken im
Internet - Wissen Sie, woher Ihr Hund stammt? - Vielleicht von hier?
Bilder aus Massenzuchtbetrieben!
Pichl b. Wels - Einloggen, aussuchen, anklicken, liefern lassen. Was bei
Haushaltsartikeln bequem und praktisch ist, ist für Hundebabys und deren
Mütter eine Tortur. Hundeexpertin Edith Kirchberger kritisiert den
steigenden Verkauf von Massenzucht-Welpen via Internet als Skandal.
"Es ist entsetzlich, dass es auf einigen Internetseiten möglich ist, arme,
kleine Welpen einfach in den Warenkorb zu legen, die dann anschließend frei
Haus geliefert werden", berichtet Kirchberger. "Alle Rassen sind auf Wunsch
lieferbar. Es ist dabei für den Verkäufer/Vermittler nicht von Interesse, ob
das Tier zum Halter passt, die Rahmenbedingungen stimmen oder Kenntnisse des
Hundehalters vorhanden sind. Die Elterntiere sind dem Käufer nicht bekannt,
oftmals werden ansonsten teure Rassehunde ohne Abstammungspapiere und/oder
mit gefälschten Pässen zu Schleuderpreisen veräußert.
Der Kunde weiß nicht, aus welchen Quellen diese Welpen wirklich stammen! Die
Medien haben gerade in letzter Zeit häufiger von dubiosen
Massenzuchtbetrieben im Ausland berichtet, in denen die Muttertiere zu
Gebärmaschinen degradiert werden.
In diesen Betrieben werden die Tiere oftmals unter grausamsten Bedingungen
gehalten! Das Leid der Tiere ist unvorstellbar! Mitleid mit den armen Hunden
gibt es nicht, nur der Profit zählt! Abgesehen von der Tortur und den
Ängsten, die diese gequälten Geschöpfe erleiden müssen, sind diese Tiere
oftmals krank und können gefährliche Infektionskrankheiten einschleppen.
Meine große Bitte an alle zukünftigen Hundehalter: Verhindern Sie solche
Verbrechen am Tier! Wenn Sie Welpen aus solchen Angeboten/Inseraten nicht
mehr kaufen, kann auch der Handel damit auf Dauer nicht mehr existieren!"
Seriöse ZüchterInnen müssen eine Reihe von Auflagen erfüllen, um gesunde
Tiere an verantwortungsvolle Halter verkaufen zu können. Bei seriösen
Züchtern erhalten die Kunden einen gesunden, gut sozialisierten Hund, den
die neuen Halter vor Ort nebst dem Muttertier kennen lernen können.
Kirchberger erläutert: "Unsere Welpen sind bestens sozialisiert. Die gut
ausgewählten zukünftigen Hundehalter werden zu uns eingeladen, damit sie
sich vor Ort ein Bild von unserer Zuchtstätte machen und ihren Hund vorab
schon ausgiebig kennen lernen können.
Wir informieren über die Bedürfnisse des Hundes und den richtigen Umgang mit
ihm. Im Rahmen meiner Seminare können sich die Halter Sachkunde aneignen.
Jedoch sind auch seriöse Züchter nicht unfehlbar. Auch mir sind leider schon
Fehler bzw. Pannen unterlaufen, aus denen ich aber hinzugelernt habe.
1999 ist es einmal passiert, dass ein Rüde ausgekommen ist und eine Golden
Retriver-Hündin zwei Mal gedeckt wurde. Aber das war ein Einzelfall und wir
haben alle Sicherheitsmaßnahmen getroffen, um eine Wiederholung zu
verhindern.
Für mich gilt grundsätzlich: Wer aufgehört hat besser zu werden, hat
aufgehört gut zu sein!"
Wichtig ist für Kirchberger, dass sich die Tierliebhaber bewusst sind, dass
sie für die nächsten 10 bis 15 Jahre Verantwortung für den Hund übernehmen,
der schließlich nicht immer ein süßer, kleiner Welpe bleibt. "Ich selbst
kümmere mich in meinem Tierasyl um viele Hunde, die von anderen weggeben
wurden. Zu unserer Philosophie gehört auch, dass unsere Zuchttiere von uns
im Alter weiter versorgt werden", sagt Kirchberger.
Die Hundeexpertin hat für all jene, die für sich oder eines ihrer Kinder
einen Hund erwerben wollen, eine Checkliste erstellt, um das vorzeitige
Aussetzen von Hunden zu verhindern.
1) Wären Sie bereit, für die nächsten 10-17 Jahre die volle Verantwortung
für einen künftigen Vierbeiner zu übernehmen? Eine Aufgabe für Kinder
ist das nicht, dass muss von Erwachsenen übernommen werden.
2) Können und wollen Sie viel Geduld und Zeit investieren, um den Hund
sinnvoll zu beschäftigen und zu einem guten Wegbegleiter auszubilden?
3) Bedenken Sie, der Hund könnte stark haaren und ins Haus Schmutz bringen
4) Der regelmäßige Besuch beim Tierarzt für Impfungen, Wurmkuren
usw. kosten Geld und Zeit - wollen Sie dies in den kommenden Jahren investieren?
Er könnte krank werden oder einen Unfall haben!
5) Was ist, wenn Sie krank werden oder in Urlaub fahren wollen? Haben
Sie eine Person ihres Vertrauens zur Hand??
6) Ihr Leben könnte sich verändern, was machen Sie, wenn ein Berufs-,
Wohnungswechsel oder ein weiteres Kind kommt? Sind Sie unter diesen Umständen
auch bereit, sich um den Hund zu kümmern?
7)"Fallen Sie nicht auf Vermehrer herein! Kaufen Sie Welpen nur dort, wo sie
die Zuchtstätte selber besuchen dürfen und das Muttertier mit den Welpen
erleben können!"
Für Rückfragen steht Ihnen Edith Kirchberger gerne unter (07247) 8326 oder
unter (0664) 4204 730 zur Verfügung. Fotos können kostenlos unter
www.hunde-kirchberger.at unter
der Rubrik Presse herunter geladen werden.
Die Fotos stammen überwiegend aus "Puppymills" in Amerika
(http://www.prisonersofgreed.org/)
und von dem Vermehrer in Ungarn!
(http://www.dogheart.hu/dogmengele.htm)
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