Gesunde und fröhliche Freizeitbeschäftigung

Hundeschulen und Abrichteplätze
 

Diese sind eine angenehme, gesunde und fröhliche Freizeitbeschäftigung. Neben den vielen neuen Freundschaften, die dort geschlossen werden können, erhält man auch viele Tipps. Endlich können Sie einmal mit vielen Gleichgesinnten Erfahrungen austauschen. Demzufolge können sie grundsätzlich empfohlen werden. Allerdings sei Vorsicht geboten vor den gut gemeinten Hundelaientrips.

Sie, aber auch Ihr Hund, lernen dabei. Die Ausbildungsrichtlinien haben sich heute total geändert, die meisten arbeiten ohne jeden Druck, die Lernmethoden sind für den Hund überaus positiv und angenehm. In Österreich kenne ich die meisten Anlagen und berate Sie gerne bei Ihrer Wahl.

Hundeführer sind meistens nett und freundlich, sie sollten zumindest nicht über andere schimpfen. Aber es gibt, wie überall, auch hier schwarze Schafe.

Manchmal kommt mir auch zu Ohren, dass leider so manche der Hundeschulen, die von Ethologen wissenschaftlich erwiesenen Lernprozesse von Hunden zu wenig berücksichtigen. Auch auf die einzelnen Besonderheiten der jeweiligen Rasse, aber auch auf die Besitzer wird manchmal leider viel zu wenig eingegangen. Die Ausbildungsmethoden sind teilweise veraltet.

Ein guter Trainer zeigt sich daran, dass er mit jedem Hund jedes Geschlechtes, jedes Alters und jeder Rasse arbeiten kann.

Ausrutscher und Versagen liegen nicht nur am Hund, sondern auch am Trainer!!!

Was erwarten Sie sich von einer Hundeschule, welches Ziel verfolgen Sie?

Manche Hundeschulen haben eher den Ruf des Schutzhundesportes. Andere widmen sich soliden Grundlagen der Erziehung für den alltäglichen Umgang (Welpenspielstunden, Prägungsspieltage, Begleithundeprüfung, usw.).

Wieder andere haben sich auf Sportarten wie Agility und Flyball spezialisiert.

Hundehalter von Zwerghunden werden sich auf einem Abrichteplatz für Schäferhunde deplaziert vorkommen. Entweder Sie suchen sich eine Hundeschule Ihrer Rasse entsprechend oder eine, die auf keinerlei Rassen fixiert ist 

Optimal ist es, wenn Sie mit Ihrem Welpen ab 12 Wochen und später mit 9 Monaten zum Welpenkurs gehen.

Wie erkennen Sie eine gute Hundeschule: 28 Tipps

1. Der Trainer soll einen sympathischen Eindruck machen, achten sie dabei auf Ihr Gefühl.
2. Akzeptieren Sie keinerlei Ruppigkeiten am Telefon. Es kann nur noch schlimmer werden!
3. Wo gebrüllt wird sollten Sie sofort verschwinden.
4. Bei Geheimniskrämereien auch!
5. Der Ausbilder sollte auch andere Lehrmethoden kennen und begründen können, warum er sie nicht anwendet, die Aussage "alles Blödsinn" "darf Ihnen nicht reichen. Auch nicht ein Argument wie "das haben wir schon immer so gemacht. Das muss so sein!".
6. Drängt die Schule auf Anmeldung und Bezahlung, bevor man die erste Stunde absolviert hat, sollte man vorsichtig sein. Wer von seiner Arbeit überzeugt ist, lässt den Kunden wenigstens eine Stunde lang testen.
7. Es sollte erlaubt sein, dass ein Interessent erst einmal ohne Hund einer Übungsstunde zusieht, um sich ein Bild von der dortigen Methode zu machen und um sich klar darüber zu werden, ob er sich dort wohl fühlt.
8. Die Schule bietet Welpen-Spielgruppen schon für die Kleinsten (ab 10 Wochen) an. Die Erziehung wird behutsam eingeführt. Der Halter wird beraten, was er schon jetzt zu Hause spielerisch mit seinem Hund üben kann.
9. Er soll sich für Sie genügend Zeit nehmen und versuchen, Ihr Problem zu verstehen.
10. Es werden keine Kettenhalsbänder verwendet bis kurz vor der Prüfung, da dies noch so in der Verordnung steht.
11. Wenn er Sitz machen soll, wird er hinten nicht niedergedrückt.
12. Wenn er Platz machen soll, wird nicht in die Leine gestiegen.
13. Er soll einen guten Zugang zu Ihrem Hund haben.
14. Der Trainer soll sich der rassespezifischen Merkmale Ihres Hundes bewusst sein und darauf gezielt eingehen.
15. Während der Ausbildung sollte es humorvoll und fröhlich zugehen. Schlechte Laune versteht unser Vierbeiner überhaupt nicht.
16. Gewalt oder Härte muss ein absolutes Tabu sein.
17. Wenn mit Motivation über Leckerlis, über Körpersprache, Calming Signale und Spielmotivation gearbeitet wird, sind sie gut aufgehoben.
18. Hat der Trainer im WIFI den Trainersachkundevortrag Kirchberger absolviert, dann sind Sie mit Sicherheit gut beraten. Er weiß wovon er spricht und arbeitet mit den richtigen Methoden.
19. Der Trainer soll seine Grenzen kennen und nach diesen handeln.
20. Die Arbeit mit dem Hund soll ohne Hektik und ohne grobe Umgangsformen ablaufen.
21. Das Training soll immer gemeinsam mit dem Hundehalter stattfinden, damit dieser den richtigen Umgang mit seinem Vierbeiner lernt. Schulen, die versprechen, den Hund in Abwesenheit des Halters zu erziehen, machen diesem etwas vor: Denn der erzogene Hund folgt seinem Herrchen oder Frauchen noch lange nicht.
22. Die Gruppen sollten klein sein, so kann der Trainer den Überblick behalten und es bleibt Zeit für Erklärungen.
23. Lassen Sie sich nicht einreden, dass aus ihrem Hund sowieso nichts mehr wird. Wechseln Sie in solchem Fall den Ausbilder, und nicht den Hund! Ihre Kinder geben sie ja auch nicht gleich zur Adoption frei, geschweige denn lassen Sie die Kleinen "erlösen", nur weil die im Matheunterricht zu versagen scheinen.
24. In den Spielpausen sollte Ihrem Welpen der Kontakt mit anderen geboten werden. Auch richtiges, motivierendes Spielen mit ihm soll gelernt werden.
25. Der Hundeplatz soll großzügig angelegt sein und mit sicherer Umzäunung.
26. Saubere Unterbringungsmöglichkeiten für Ihren Hund.
27. Aufenthaltsräume für Hundehalter sollten vorhanden sein.
28. Das angebotene Programm soll überschaubar sein.

Auszug aus dem Buch
"Wir schaffen es, Bello" ©Copyright