Die Kastration bei Hündinnen
 

Viele Tierärzte haben von den Amerikanern die Kastration mit 6 bis 7 Monaten, also vor der ersten Läufigkeit übernommen. Gemacht wird es, um bei den Hunden:

1. Stress zu vermeiden

2. Das Risiko an Krebs zu erkranken zu minimieren - die Wahrscheinlichkeit sinkt auf 0,05 %

3.Verhütung des Nachwuchses

4. Vermeidung der Scheinträchtigkeit

Für alle Hündinnen gilt, dass mit jeder einzelnen Läufigkeit Milch in die Zitzen einschießt. Bei einer Scheinträchtigkeit wird die Milch nicht abgesaugt und bleibt stehen. So ist das Krebsrisiko mit jedem Mal höher. Es ist eine Gefühlssache und ein Abwiegen, was wichtiger ist.

Achtung: Bei aggressiven Hündinnen ist im Gegensatz zum Rüden die Kastration nicht zu empfehlen, da dann die weiblichen Hormone zum Ausgleich fehlen. Sie werden noch aggressiver, da der Östrogenstopp fehlt. Bespre-chen Sie das mit Ihrem Tierarzt.

1. Rauflustige Rüden werden ruhiger, streunen weniger

2. Ca. mit 10 Monaten körperlich erwachsen, aber psychisch erst mit 2 Jahren

Körperlich erwachsen sind die Tiere ab einem Alter von 10 Monaten bis über 2 Jahre. Im psychischen Bereich dauert der Reifeprozess mindestens bis zum 2. Lebensjahr. Genaue Zeiten lassen sich nicht festlegen, da es sehr auf die Rasse ankommt: bei Kleinwüchsigen 12 - 16 Monate, große, schwere Rassen oft über 2 Jahre.

Diese Zeit muss man ihnen geben, um Erwachsen zu werden. In der Erwachsenenphase hat er alles verstanden.

Er weiß, wo er steht, was seine Aufgabenbereiche sind. Nun kann er sich voll auf sein Training konzentrieren, er ist offener. Es heißt aber nicht, dass die Erziehung abgeschlossen ist.
 

Auszug aus dem Buch
"Wir schaffen es, Bello" ©Copyright