Kann der Hund denken?
 

Sie kennen alle die Fernsehserien "Rex", "Lassie" und all die anderen. So sind Hunde leider nicht wirklich.

Doch mit dem Verhalten dieser TV-Hunde in unseren Köpfen wachsen wir auf, und die Missverständnisse sind somit vorprogrammiert. Wir glauben zu wissen, alles richtig gemacht zu haben, bis zu dem Zeitpunkt, an dem nichts mehr so richtig funktioniert. Aber auch dann sind wir gut im Erfinden von Ausreden (und weisen die Schuld dem Hund zu).

Der Hund ist nicht nachtragend - aber er versteht es auch nicht, wenn wir ihn im Nachhinein schimpfen.

Der Hund kann nicht kombinieren!

Das Denkhirn ist beim Hund nicht so entwickelt wie bei uns Menschen, auch nicht die Größe und die Differenzierung des Gehirnes. Er hat weniger neuronale Nervenverbindungen und Hirnwindungen und ist zu Denkleistungen wie es beim Menschen ist, nicht fähig. Der Verstand des Hundes könnte etwa mit dem Verstand eines ein- bis dreijährigen Kindes gleichgesetzt werden.

Daher können Hunde nicht in der Weise denken und kombinieren, wie es wir Menschen können. Das Rückgedächtnis und Kombinationsdenken fehlt dem Hund, daher ist er auch nicht nachtragend. Wir sind deshalb für den Hund so unberechenbar, weil wir nachtragend sind. Er versteht es nicht, wenn wir im Nachhinein schimpfen. Er sieht den Zusammenhang nicht.

Dafür hat Ihr Liebling etwas, was wir nicht haben. Einen ganz besonders ausgeprägten Instinkt. Es ist aber nicht so, dass wir Menschen keinen Instinkt hätten. Naturvölker haben einen tollen Instinkt, nur ist dieser in unserer Kultur vom Verstand (=Ratio) überdeckt. Der Hund hat diese Ratio nicht, weil seine Gehirnbindungen weniger differenziert sind. Er hat wesentlich weniger Schaltzellen als wir und kann dadurch nicht kombinieren. Das ist wie ein Spinnennetz, wo von der Mitte aus die Seitenstränge fehlen. Sie können daher nicht von jedem Punkt zu jedem kommen. Sie müssen Umwege gehen. Ihr Hund lernt durch ständiges Wiederholen, wir dagegen kombinieren.
 

Auszug aus dem Buch
"Wir schaffen es, Bello" ©Copyright